Rassismus und Diskriminierung
sichtbar machen und bekämpfen!

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Zum Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2015 fand auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY e.V.) die Versammlung zur Gründung des „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.“ statt. Anwesend waren etwa 40 engagierte Einzelpersonen aus der rassismuskritischen Bildungsarbeit und der Wissenschaft sowie Vertreter_innen von verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Organisationen und Initiativen. Die Vereinsgründung und die Satzung wurden einstimmig beschlossen. Der Vorstand wird alle zwei Jahre gewählt.

Unsere Ziele

Ziele des Vereins sind insbesondere die Sichtbarmachung und Bekämpfung von Rassismus und die Unterstützung von Personen, die Rassismus und Diskriminierung erfahren. Der Auftrag des Vereins ist u.a. der strategische Informationsaustausch, die Koordination der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit auf Landesebene sowie die Schaffung einer unabhängigen Antirassismus- und Antidiskriminierungsstelle auf Bayernebene. Der Verein strebt eine enge Kooperation mit bereits bestehenden Einrichtungen, Gruppen und Institutionen an und freut sich über weitere Mitglieder sowie über Fördermitglieder. Es können Einzelpersonen und Organisationen beitreten.

Wir setzen uns dafür ein dass

  • alle Menschen – unabhängig von tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmalen wie z.B. ethnischer Herkunft, Nationalität, Sprache, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, sexueller und geschlechtlicher Orientierung oder Identität, Alter, einer Behinderung, körperlichen Merkmalen, Bildungsstand, sozialem Status – ohne Rassismus und Diskriminierung leben können.
  • Menschen, die Rassismus und Diskriminierung erfahren, Unterstützung erhalten und dass sie qualifiziert, unabhängig und parteilich beraten werden;
  • Menschen mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrung sich gegenseitig stärken können und erfolgreiche Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung entwickeln;
  • Menschen, Gruppen, Vereine, Unternehmen, Organisationen, Medien und öffentliche Einrichtungen ein Netzwerk gegen Rassismus und Diskriminierung bilden und damit Prozesse der Sensibilisierung sowie gemeinsamer Wachsamkeit implementieren.

Leitmaximen

Sichtbarmachen

In den wenigen Strukturen, die von der Bayerischen Staatsregierung und von den Kommunen finanziert werden, liegt der Fokus auf „Rechtsextremismus“ und nicht auf Rassismus. Die Strukturen und Diskurse konzentrieren sich auf Bildungsarbeit und auf Täter*innen hinsichtlich „Rechtsextremismus“. Bayern ist der größte Flächenstaat in der BRD und mit ~13 Mio. Einwohner*innen, das zweitbevölkerungsreichste Bundesland.

Vernetzen

Es gibt einige (zivilgesellschaftlich organisierte) antirassistische Strukturen in Bayern, die untereinander noch nicht zureichend vernetzt sind.
Uns ist es wichtig, die bestehenden Institutionen und Initiativen in Verbindung zu bringen, um ein gemeinsames Austauschprogramm zu gestalten. Dies soll den Synergie-Effekt der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit in Bayern beinhalten

Gegenseitig Zuhören

Um zu verstehen, was die (Handlungs-) Bedarfe und Bedürfnisse eines/einer jeden einzelnen an den unterschiedlichen Orten Bayerns sind, ist es notwendig, einander mit Respekt zu begegnen, aufmerksam zuzuhören und in Austausch zu treten

Beraten,

Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass längerfristig eine unabhängige Beratungsstelle für von Rassismus und Diskriminierung betroffene Menschen in Bayern geschaffen wird

Befähigen/ Empowern

Gegenseite Stärkung , sich inspirieren und unterstützen. Strategien entwickeln um gegen Rassismen Widerstand zu leisten .
Betroffene als Expert*innen der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit ausbilden und einsetzen

Sprache

Antirassismus- und Antidiskriminierungs-Landkarte Bayern

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  • keine Termine

Mitglieder

Die Bekämpfung von Rassismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Kommt und macht bitte mit!

Mitglied oder Fördermitglied des Vereins „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.“ kann jede Einzelperson und jede Gruppe/Organisation werden, die sich mit den Aufgaben und den Grundsätzen des Vereins, wie sie in der Satzung formuliert sind, identifizieren kann.

Wir freuen uns auf Dich/Euch

Antrag Mitgliedschaft
Antrag Fördermitgliedschaft

Vorstand

Der gewählte Vorstand des Netzwerkes Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern:

Hamado Dipama & Marina Mayer (vertretungsberechtigt)

Safietou Schwab, Mitra Sharifi Neystanak, Oguz Akman, Tina Monkonjay Garway

Finanzen: Juliette Bethancourt

Gründung des „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern (e.V.)“

Pressemitteilung
München, 28. März 2015

Zum Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand auf Inititiave der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY e.V.) die Versammlung zur Gründung des „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.“ statt. Anwesend waren etwa 40 engagierte Einzelpersonen aus der rassismuskritischen Bildungsarbeit und der Wissenschaft sowie Vertreter_innen von verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Organisationen und Initiativen. Die Vereinsgründung und die Satzung wurden einstimmig beschlossen und ein Vorstand wurde gewählt.
„Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Dennoch gibt es in Bayern im Gegensatz zu manchen anderen Bundesländern keine Antirassismus- und Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene, obwohl gerade die jüngsten Entwicklungen beweisen, dass ein aktives und konzentriertes Vorgehen gegen Rassismus zwingend erforderlich ist. Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar.“ – so Hamado Dipama vom neu gewählten Vorstand des Vereins.
Ziele des Vereins sind insbesondere die Sichtbarmachung und Bekämpfung von Rassismus und die Unterstützung von Personen, die Rassismus und Diskriminierung erfahren. Der Auftrag des Vereins ist u.a. der strategische Informationsaustausch, die Koordination der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit auf Landesebene sowie die Schaffung einer unabhängigen Antirassismus- und Antidiskriminierungsstelle auf Bayernebene. Der Verein strebt eine enge Kooperation mit bereits bestehenden Einrichtungen, Gruppen und Institutionen an und freut sich über weitere Mitglieder sowie Fördermitglieder. Es können Einzelpersonen und Organisationen beitreten.
Für weitere Informationen stehen wir unter folgenden E-Mail-Adressen zur Verfügung:
Hamado Dipama: dipama@panafrikanismusforum.net Zara S. Pfeiffer: muc@postkolonial.net

Erste Mitglieder* des Vorstandes bei der Gründung: , Zara S. Pfeiffer, Hamado Dipama, Marianne Walther, Mitra Sharifi Neystanak, Theodora Sismani, Mathilda Legitimus-Schleicher, Naim Balikavlayan

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Rassismus im Münchner Nachtleben – Neue Tests mit schockierenden Ergebnissen

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Pressemitteilung

München, 06.12.2015

 

Im Auftrag des „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.“ hat eine Gruppe von Jugendlichen an zwei Wochenenden im November Münchner Diskotheken auf rassistische Einlasspolitik getestet. Bereits im Jahr 2013 wurde ein solcher Versuch im Auftrag des Ausländerbeirats durchgeführt, welcher in mehreren Gerichtsverfahren endete. Ziel der Aktion war es, zu überprüfen, ob hinsichtlich der Einlasspolitik eine Verbesserung erkennbar ist. Die Tests haben leider ergeben, dass das Problem des Rassismus im Münchner Nachtleben weiterhin besteht.
Ablauf des Tests und Ergebnisse: Die Testgruppe setzte sich zusammen aus zwei Schwarzen Personen, zwei weißen Vergleichspersonen und zwei Beobachter*innen.Beim ersten Versuch am 14.11.2015 wurden die zwei Schwarzen Testpersonen bei 20 getesteten Diskotheken vierzehnmal abgewiesen, während die beiden weißen Vergleichspersonen nur einmal abgewiesen wurde. Beim zweiten Versuch am 27.11.2015 wurden die Schwarzen Testpersonen bei 25 getesteten Diskotheken vierzehnmal abgewiesen, während die Gruppe der Vergleichspersonen an keiner Diskothek abgewiesen wurde. Bei den Absagen wurde meist mit einer angeblichen Gästeliste, der Behauptung der Club sei zu voll, oder auch mit der Aussage, dass keine Begründung nötig sei, argumentiert. „Dieses Ergebnis hat meine Menschenwürde tief verletzt“, so Boubacar Bah von der Testgruppe. Er fügt hinzu, dass sie in einem Fall sogar verbal und körperlich angegriffen wurden.
Für mehr Informationen und Interviews stehen die Testpersonen unter der Telefonnummer 0152 148 410 95 zur Verfügung.
Die Aktion fand in Kooperation mit dem Arbeitskreis Panafrikanismus München statt.

Kontakt Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern (e.V.) Augsburgerstr.13 80337 München Tel. 089.416159959 http://www.rassismusfreies-bayern.net info@rassismusfreies-bayern.net

 

LAUTER sein gegen Rassismus

lauter

21. März 2016 / 18.00 Uhr
Aktion am Internationalen Tag gegen Rassismus

Flyer Download (PDF)

Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, rufen wir auf zu einer bunten und lauten Aktion mit der wir Solidarität gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung einfordern. Rassismus ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht. Fast täglich gibt es Aktionen und Kundgebungen von rechtsextremen und populistischen Gruppierungen, Angriffe auf Asylunterkünfte, Gewalttaten und rassistische Angriffe gegen Jüdinnen und Juden, gegen Sinti und Roma, gegen Muslim_innen, gegen Schwarze Menschen und gegen People of Color, gegen Geflüchtete und Migrant_innen. Gleichzeitig gibt es Solidarität, das Engagement derjenigen, die nicht bereit sind, Alltagsrassismus und rassistische Gewalt hinzunehmen.

Wir verbinden Lauterkeit (d.h. Anständigkeit) mit Lautstärke, wir wollen „Lauter sein gegen Rassismus“. Wir sind überzeugt, dass nur ein von Fairness, Ehrlichkeit, Toleranz und Respekt getragenes Engagement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung nachhaltige Wirkungen erzielen kann. Wir achten die Würde jedes einzelnen Menschen.

Wir wollen deshalb am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, deutliche Signale setzen. Unser Protest richtet sich an diesem Abend natürlich auch gegen die rassistischen Pegida-Mobilisierungen in München. Wir laden alle – Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen – ganz herzlich ein, bei der gemeinsamen Aktion mitzumachen. Wir werden ein fröhliches und starkes Signal des Respekts setzen. Denn nur dann gelingt es: Gemeinsam „LAUTER sein gegen Rassismus“!

Demoroute

Auftaktkundgebung: Karlsplatz (Stachus)
Zwischenkundgebung: Platz der Opfer des Nationalsozialismus
Schlusskundgebung: Feldherrnhalle (Odeonsplatz)

Die Aktion „LAUTER sein gegen Rassismus!“ wird am 21. März 2016 bayernweit durchgeführt. Kommt zahlreich und bringt (Musik-)Instrumente zum LAUTER sein mit!

Veranstalter

Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. in Kooperation mit: AGABY (Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns)
Ausländerbeirat der Landeshauptstadt München

Kontakt
www.rassismusfreies-bayern.net
info@rassismusfreies-bayern.net
www.facebook.com/rassismusfreiesbayern

Die Auschwitz-Überlebende Frau Esther Bejarano ist Patin des Netzwerk geworden

Pressemitteilung:

München, 12.08.2016
Das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern bekommt Unterstützung!
Die Auschwitz-Überlebende Frau Esther Bejarano, ihr Leben lang eine politische Aktivistin, Musikerin und Mahnerin, ist Patin geworden!
Hamado Dipama und Esther Bejarano

Hamado Dipama und Esther Bejarano

Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle angeht. Fast täglich gibt es Aktionen und Kundgebungen von rechtsextremen und populistischen Gruppierungen, Angriffe auf Asylunterkünfte, Gewalttaten und rassistische Angriffe gegen Jüdinnen und Juden, gegen Sinti und Roma, gegen Muslim*innen, gegen Schwarze Menschen und gegen People of Color, gegen Geflüchtete und Migrant*innen.
Dieses Phänomen stellt in Bayern wie in alle anderen Bundesländer eine große Herausforderung dar. Trotzdem finden die von Rassismus und Diskriminierung betroffenen Menschen hier in Bayern keine Beratungsstruktur auf Landesebene. Aus diesem Grund wurde das „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.“ vor einem Jahr gegründet und sich die Sichtbarmachung und Bekämpfung von Rassismus zur Hauptaufgabe gemacht.
Diese wichtige Arbeit für eine Rassismus- und Diskriminierungsfreie Gesellschaft benötigt viel Unterstützung.
„Deshalb freuen wir uns sehr, dass die sehr engagierte Auschwitz-Überlebende Frau Esther Bejarano, Mitbegründerin und Vorsitzende desAuschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes nun als PATIN unsere Anliegen unterstützt“, so Hamado Dipama vom Vorstand des Netzwerkes.
Frau Bejarano betont, wie wichtig es ist, dass jede*r gegen die menschenverachtenden Ansichten aktiv wird und fügt hinzu: „Ich habe mich sehr gefreut, Ihr Netzwerk kennengelernt zu haben und bin natürlich bereit Ihre Patin zu sein.“
Kontakt:
Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern (e.V.)
Augsburgerstr.13
80337 München
Tel. 089.416159959
www.rassismusfreies-bayern.net
info@rassismusfreies-bayern.net
www.facebook.com/rassismusfreiesbayern