Antirassismus- und Andiskriminierungslandkarte Bayerns

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Pressemitteilung

München, 23. Februar 2018

Das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern hat bis Ende 2017 sein Projekt „Bestandsaufnahme der Antirassismus- und Antidiskrimierungsstellen in Bayern“ durchgeführt und abgeschlossen. Ergebnis: Bayern ist sehr dünn versorgt!

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Hohe Ausländerfeindlichkeit im Freistaat Bayern

Pressemitteilung 

München, 09. April.2015

Das neu gegründete „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern (e.V.) zeigt sich besorgt über den in Bayern weit verbreiteten Rassismus und fordert die Bayerische Staatsregierung auf, das Studienergebnis der Universität Leipzig wahrzunehmen und tätig zu werden. In einer Pressemitteilung der Universität Leipzig vom 04. April 2015, wurde die neue „MitteStudie“ präsentiert, die seit 2002 repräsentative Erhebungen zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland durchführt. Die Ergebnisse der Auswertung von 2014 zeigen, dass zwar derAnteil von denjenigen, die ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild haben, zurückgegangen ist, gleichzeitig aber Ausländerfeindlichkeit nach wie vor die höchsten Werte erzielt. „Jeder fünfte Deutsche ist noch immer ausländerfeindlich.“ Bayern gibt hier kein besonders gutes Bild ab.
In Hinblick auf Ausländerfeindlichkeit, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus und bei der Abwertung von Asylbewerber*innen hat Bayern im gesamtdeutschen Vergleich erschreckend hohe Werte. „Alarmierend für uns, die hier in Bayern leben, ist, dass unser Bundesland laut dieser Studie die zweithöchste Ausländerfeindlichkeit in der gesamten Bundesrepublik hat.
Dass jeder Dritte (33,1 Prozent) hier in Bayern ausländerfeindlich ist, zeigt wie notwendig die Einrichtung von unabhängigen Antirassismus- und Antidiskriminierungsstellen auf Landesebene und in den Kommunen ist“ so Hamado Dipama vom Vorstand des Netzwerkes.
Er erklärt weiter, dass es nicht nachvollziehbar ist, dass die Bayerische Regierung dieses Studienergebnis einer angesehenen Universität nicht ernst nimmt. Ein Innenminister, der eine so wichtige Studie als „übertrieben“ abtut, kommt seiner Verantwortung nicht nach.
Wie wichtig es ist, rassistischen Einstellungen aktiv entgegenzuwirken, zeigt die unerklärliche und schockierende fehlende Aufklärung der Morde des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), von denen die Hälfte in Bayern stattgefunden haben. Wir erwarten, dass die Bayerische Landesregierung rassistische Einstellungen innerhalb der Bevölkerung ernst nimmt und appellieren an die Staatsregierung ihrer Verantwortung nachzukommen um endlich gegen Rassismus und Diskriminierung tätig zu werden.

Für Interviewanfrage stehen wir unter folgenden E-Mail-Adressen zur Verfügung: info@rassismusfreies-bayern.net

 

LAUTER sein gegen Rassismus

lauter

21. März 2016 / 18.00 Uhr
Aktion am Internationalen Tag gegen Rassismus

Flyer Download (PDF)

Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, rufen wir auf zu einer bunten und lauten Aktion mit der wir Solidarität gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung einfordern. Rassismus ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht. Fast täglich gibt es Aktionen und Kundgebungen von rechtsextremen und populistischen Gruppierungen, Angriffe auf Asylunterkünfte, Gewalttaten und rassistische Angriffe gegen Jüdinnen und Juden, gegen Sinti und Roma, gegen Muslim_innen, gegen Schwarze Menschen und gegen People of Color, gegen Geflüchtete und Migrant_innen. Gleichzeitig gibt es Solidarität, das Engagement derjenigen, die nicht bereit sind, Alltagsrassismus und rassistische Gewalt hinzunehmen.

Wir verbinden Lauterkeit (d.h. Anständigkeit) mit Lautstärke, wir wollen „Lauter sein gegen Rassismus“. Wir sind überzeugt, dass nur ein von Fairness, Ehrlichkeit, Toleranz und Respekt getragenes Engagement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung nachhaltige Wirkungen erzielen kann. Wir achten die Würde jedes einzelnen Menschen.

Wir wollen deshalb am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, deutliche Signale setzen. Unser Protest richtet sich an diesem Abend natürlich auch gegen die rassistischen Pegida-Mobilisierungen in München. Wir laden alle – Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen – ganz herzlich ein, bei der gemeinsamen Aktion mitzumachen. Wir werden ein fröhliches und starkes Signal des Respekts setzen. Denn nur dann gelingt es: Gemeinsam „LAUTER sein gegen Rassismus“!

Demoroute

Auftaktkundgebung: Karlsplatz (Stachus)
Zwischenkundgebung: Platz der Opfer des Nationalsozialismus
Schlusskundgebung: Feldherrnhalle (Odeonsplatz)

Die Aktion „LAUTER sein gegen Rassismus!“ wird am 21. März 2016 bayernweit durchgeführt. Kommt zahlreich und bringt (Musik-)Instrumente zum LAUTER sein mit!

Veranstalter

Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. in Kooperation mit: AGABY (Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns)
Ausländerbeirat der Landeshauptstadt München

Kontakt
www.rassismusfreies-bayern.net
info@rassismusfreies-bayern.net
www.facebook.com/rassismusfreiesbayern

Bayernweite Aktion am 21.März anlässlich des internationalen Tages gegen Rassismus 2017

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München, den 15. März 2017    

                                        

Bayernweite Aktion am 21.März des Arbeitsgemeinschaft der Ausländer- Migranten und Integrationsbeiräte 1Bayern und das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern

 

Am 21. März 1960 wurde in Sharpeville (Südafrika) eine friedliche Demonstration als Reaktion auf ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen. Sie hat 69 Menschen das Leben gekostet. Die Vereinten Nationen haben 1966 den 21. März als Gedenktag bestimmt; heute bekannt als “Internationaler Tag gegen Rassismus“.

Die Integrationsbeiräte Bayerns, deren Kooperationspartner*innen und das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. rufen jedes Jahr am 21. März dem „Internationalen Tag gegen Rassismus“ zu gemeinsamen Aktionen auf.

In München werden das Netzwerk Rassismus-Diskriminierungsfreies Bayern und den Migrationsbeirat der LH München ab 18 Uhr vom Karlplatz (Stachus) über den Platz der Opfer des Nationalsozialismus zum Marienplatz LAUT demonstrieren, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

An diese Stelle danken wir herzlich die 2 Münchner Band: Zoo Escape und Zubzonikz die diese Aktion musikalisch und LAUT begleiten werden.

In den vergangenen zwei Jahren waren die Aktionen mit Tausenden von Teilnehmer*innen sehr beeindruckend.

Rassistische, rechtsextremistische Angriffe wie auch die Hass-Propaganda durch Populist*innen nehmen extrem zu. Betroffen sind insbesondere Muslim*innen, Jüd*innen, Sinti und Roma, Geflüchtete und Schwarze Menschen. Abwertung erfahren zudem LGBTI* und Langzeitarbeitslose.

Wir sind überzeugt, dass nur ein von Fairness, Ehrlichkeit, Toleranz und Respekt getragenes Engagement gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung nachhaltige Wirkungen erzielen kann, so Hamado Dipama vom Vorstand des Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.

Die Würde jedes Menschen ist zu achten.

Gerade im Vorfeld der Bundestagswahl müssen wir rassistischen Argumentationen und Hetze entschieden entgegentreten. Der Wahlkampf darf nicht auf dem Rücken von Geflüchteten und Migrant*innen geführt werden! Unser aller Engagement ist dringend nötig, um Rassismus zu bekämpfen, so Mitra Sharifi vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayern (AGABY).

In diesem Sinne führen wir, das Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. und AGABY mit Kooperationspartnern, auch in diesem Jahr am 21. März, dem „Internationalen Tag gegen Rassismus“, wieder eine gemeinsame Aktion durch. Denn nur so gelingt es, unserer gemeinsamen Stärke und Vielfalt Ausdruck zu verleihen.

Die Aktion „RASSISMUS ADE! Vielfalt olé“ wird auf Initiative der AGABY (Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns) in Kooperation mit dem Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V. durchgeführt.

 

In folgenden Städten werden Aktionen vor Ort organisiert:

Ansbach, 17:30 Uhr, Martin-Luther-Platz, Integrationsbeirat Ansbach

Bamberg, 13:00 Uhr, Untere Brücke, Migranten- und Integrationsbeirat Bamberg

Bayreuth, 12:10 Uhr, Stadtparkett vor Neptunbrunnen, Integrationsbeirat Bayreuth

Erlangen, 24. März, 17:30 Uhr, Rathausplatz, Ausländer- und Integrationsbeirat Erlangen

Karlstadt, 12:00 Uhr auf dem Grundschulpausenhof, Integrationsbeirat Karlstadt

Kempten, 18:00 Uhr, Hildegardplatz, Integrationsbeirat Kempten und Integrationsbeirat Oberallgäu Süd

München, 18:00 Uhr, Karlsplatz/Stachus, Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.; Migrationsbeirat München

Nürnberg, 14:00 Uhr, vor der Lorenzkirche, Integrationsrat Nürnberg

Regensburg, 17:00 Uhr, Neupfarrplatz, Integrationsbeirat Regensburg

Rothenburg o. d. Tauber, 18:30 Uhr, am Marktplatz, Integrationsbeirat Rothenburg o.d.T.

Schweinfurt, 17. März,13:30 Uhr, Schillerplatz, Integrationsbeirat Schweinfurt

Straubing, 17:30 Uhr, Ludwigsplatz, Ausländer- und Migrationsbeirat Straubing

Weiden, 12:00 Uhr, Rathaus am Oberen Markt, Integrationsbeirat Weiden

Würzburg, 17:00 Uhr, Marktplatz, Ausländer- und Integrationsbeirat Würzburg

 

Mehr Infos:

https://www.facebook.com/rassismusfreiesbayern/

https://www.facebook.com/events/1394038917287018/

Kontakt:

Rassismus und Diskriminierung sichtbar machen und bekämpfen!

Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.
Zeppelinstr. 63/ Ecke Schwarzstraße
81669 München
089 416159959
info@rassismusfreies-bayern.net
www.rassismusfreies-bayern.net

 

Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns „AGABY“
Gostenhofer Hauptstr. 63
90443 Nürnberg
Tel. 0911 92 31 89 90
Fax 0911 92 31 89 92
agaby@agaby.de
www.agaby.de